Dreitägiges Bundesseminar

Als „Herzstück“ der bundesweiten Fortbildungsinitiative hat sich das Seminar im Laufe der Jahre quantitativ wie qualitativ hervorragend entwickelt. Für den Erfolg sprechen die hohe Teilnehmerzahl (von anfänglich 20 auf 70), vier parallele Workshopschienen (ursprünglich eine Gruppe), differenzierte Programmangebote (VS, HS / PTS, ARGE), große Professionalität und Authentizität der ReferentInnen (Locuteurs natifs).

Multiplikatorenschulung für Lehreraus- und LehrerfortbildnerInnen

In den 1990er-Jahren wurde ein Programm für ExpertInnenausbildung durch Langzeitstipendien lanciert. Es ermöglichte rund einem Dutzend PädagogInnen aus ganz Österreich einen zwei- bis viermonatigen Studienaufenthalt an namhaften Sprachzentren in Frankreich. Erworbene Kenntnisse, präsentierte Konzepte und entwickelte Unterrichtsmaterialien, konnten an den ehemaligen Pädagogischen Akademien (PA) und Pädagogischen Instituten (PI) optimal angewandt werden.

Ferialkurse in Frankreich

Der 14-tägige Sommerkurs in Frankreich zählt – neben dem Bundesseminar – ebenfalls zum fixen Bestandteil des Fortbildungsprogramms für LehrerInnnen der allgemein bildenden Schulen. Er findet an wechselnden Sprach- und Didaktikzentren in Frankreich statt und dient vorrangig dem authentischen Sprachtraining. Die „Früchte“ – Zuwachs an Sprachkompetenz und Motivation – kommen letztlich auch hier den SchülerInnen zugute!

BAGEF-Kooperationen

Durch die Koordinierung von Tagungsterminen mit den Französisch-Arbeitsgemeinschafts- LeiterInnen der AHS und BMHS werden gemeinsame Tagungsordnungspunkte abgehalten und aktuelle Themen diskutiert. Daraus ergeben sich vielfältige Synergienutzungen, wie die Entwicklung von Kontakten, Netzwerken oder Referent- Innenpools. Ein wichtiger Schritt bedeutete auch die Öffnung zur Vereinigung der FranzösischlehrerInnen in Österreich (APFA). Die Gestaltung der Kongressprogramme berücksichtigt neuerdings alle Altersgruppen des Bildungsparcours, beginnend mit der Volksschule bis hin zur Universität.

Aus- und Fortbildung an den Pädagogischen Hochschulen bzw. Instituten

Parallel zu den Fortbildungsmaßnahmen des BMUKK und BCLE wurden auf Länderebene in den ehemaligen PIs und PA häufig unter der Leitung der BAGEF LandeskoordinatorInnen umfassende Programme zur LehrerInnenfort- und -ausbildung angeboten. Somit gibt es eine beachtliche Zahl an VS- und HS-LehrerInnen mit einer Französisch-Qualifikation bzw. einem Französisch-Lehramt - es gehen jedoch vermehrt ab 2010 diese LehrerInnen in Pension. Aktuell gibt es das Bemühen, dass der positive Entwicklungsprozess der Mehrsprachenförderung durch die Pädagogischen Hochschulen weitergeführt und intensiviert wird!